Projekterfolg durch kollaboratives Management

Helmut Heptner (Geschäftsführer der Comindware GmbH) erklärt, wie kollaboratives Management zum Projekterfolg beiträgt.

Heptner_Haenig

Das Interview führte Silvia Hänig, Geschäftsführerin iKOM und Moderatorin der KnowTech 2014

Was soll Social Collaboration in der klassischen Projektarbeit konkret verbessern?
Mechanismen der Social Collaboration helfen dabei, das Bewusstsein für die weichen Faktoren in einem Projekt zu schärfen. Damit lassen sich die Hauptgründe, an denen Projekte in der Vergangenheit reihenweise gescheitert sind, adressieren. Damit meine ich gegenseitige Wertschätzung, Anerkennung oder auch unmittelbares Feedback an Projektkollegen direkt an Ort und Stelle. Ad-hoc mehr Entscheidungsspielräume in einem Projekt zu erhalten, hat auch damit zu tun.

Bewusstsein deshalb, weil viele Entscheider für die Beurteilung einer guten Projektmanagement-Software eher die harten Faktoren wie zum Beispiel Gantt-Charts oder ein bestimmtes Projekt-Reporting heranziehen. Die weichen Aspekte bleiben meist außen vor, sind aber nicht weniger wichtig.

Um welche kollaborativen Funktionen handelt es sich denn, die diese Projektkommunikation unterstützen?
Alle interaktiven Projekt-Foren oder virtuellen Räume, in denen sich die Beteiligten unmittelbar und in Echtzeit projektbezogen austauschen können. Das heißt konkret, Informationen teilen, Beiträge kommentieren, weitere Spezialisten integrieren oder auch Kollegen für ihren Input loben können. Selbst dafür gibt es schon Funktionen, die sogenannten Gamifikation-Funktionen. Sie dienen als weitere Stimulation aufgrund einer zielführenden Projektleistung eines Mitarbeiters. Ein Beispiel: ich brauche jemanden im Unternehmen, aufgrund dessen Fähigkeiten, für ein Projekt. Und er wird für seine Leistungen vom Projektteam geschätzt und „plakativ“ ausgezeichnet. Dann habe ich die besten Voraussetzungen geschaffen, das Projekt erfolgreich durchzuführen.

Social Collaboration soll also der neue Heilsbringer für mehr Projekterfolge sein?
Bei aller Euphorie für kollaboratives Arbeiten sollte man die Kirche im Dorf lassen. Mit Social Collaboration im Projektkontext verhält es sich genauso wie beim klassischen Projektmanagement. Es gibt gewisse Kernfunktionen, die man braucht, um das Projekt überhaupt durchführen zu können. Bei der Planung sind das die Aufgabenzuteilungen, die Überwachung sowie das Reporting. Auch im kollaborativen Bereich geht es um ein paar zentrale Komponenten, denn zuviel IT erhöht die Komplexität und verhindert die Produktivität. Comindware hat das verstanden, und betont daher in seinen Produkten stets die hohe Usability sowie die Einfachheit der Anwendung. Nicht viele Features sollten im Vordergrund stehen, sondern es geht darum, Hürden abzubauen.

Wie unterstützt Comindware die Zukunft der Wissensarbeit?
Wir verstehen etwas von Projekt- und Prozessmanagement-Lösungen im Kontext der harten und weichen Faktoren. Und wir wissen auch, dass veränderte Arbeitsweisen weit mehr als eine technische Herausforderung ist. Heute unterstützen wir Wissensarbeit, indem wir lernen wollen, besser zu verstehen, wie Menschen wirklich arbeiten möchten.

Das Softwareunternehmen Comindware ist vor Ort auf der KnowTech mit eigenem Stand wie einem Vortrag vertreten.

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